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Die Dead-Internet-Theorie ist zur Hälfte wahr

Facebook löscht 3,5 Milliarden Fake-Accounts im Jahr, die Hälfte der neuen Deezer-Songs kommt von KI, und 51 Prozent des Web-Traffics sind Bots. Was 2021 als Verschwörungstheorie anfing, steht heute zur Hälfte in Transparenzberichten. Über Bots, die Bots liken, Model Collapse und die Frage, wo im Netz die Menschen bleiben.

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Eine Herzschlaglinie, die zur Nulllinie wird

Neueste Beiträge

Feuerwehrleute löschen 1973 das brennende Archivgebäude des National Personnel Records Center in St. Louis

Wie Pixar fast Toy Story 2 verlor

Ein Löschbefehl auf dem falschen Server, 90 Prozent des Films weg, und die Backups waren seit einem Monat still kaputt. Gerettet hat Toy Story 2 der Heimrechner einer Mitarbeiterin in Elternzeit. Dazu MySpace, GitLab und zwei Großbrände: eine kleine Geschichte der fehlenden Kopie.

Person mit Brille vor einem Monitor mit farbig hervorgehobenem Quelltext, daneben eine Tastatur auf einem Holzschreibtisch

Entwickler brauchen eine eigene Website, Schreibende nicht mehr

Wer schreibt, veröffentlicht auf Plattformen, und die eigene Startseite besucht kaum jemand. Bei Entwicklern kippt das Argument: Dort ist die Seite selbst die Arbeitsprobe, an der jemand entscheidet. Warum das GitHub-Profil dafür nicht reicht, warum die meisten Portfolios überbaut sind, und welche Pflichten in Deutschland daran hängen.

Aufgeklapptes MacBook von oben auf einer Holzplatte, auf dem Bildschirm ein Statistik-Dashboard mit Balken- und Kreisdiagramm

Medium-SEO hängt an einer einzigen Einstellung

Vor zwei Jahren war mir Suchmaschinenoptimierung auf Medium egal, heute kommt der größte Teil meiner Leser dort aus der Google-Suche. Was sich geändert hat, ist die Adresse: Erst mit eigener Domain seht ihr eure Medium-Zahlen überhaupt in der Search Console. Dazu Titel, die gesucht werden, und was die KI-Übersicht davon übrig lässt.

Drei gestapelte Karten mit einem Pfeil nach unten darüber, daneben ein nur gestrichelt umrandeter Briefumschlag

Der Medium-Export gibt alles zurück, außer euren Lesern

32 Megabyte, 4.030 Dateien, fünfeinhalb Jahre Schreiben. Die Texte kommen sauberer heraus als bei Substack, samt Lebenszeit-Einnahmen pro Artikel. Nur liegt im ZIP kein einziges Bild, und die Mailadressen aller Leser, die sich nach April 2025 angemeldet haben, bekommt ihr überhaupt nicht mehr.

Drei gestapelte Karten mit einem Pfeil nach unten in eine offene Ablage, die unterste Karte nur umrandet

Der Substack-Export ist kein Backup

Das ZIP aus dem Export-Knopf enthält eure Texte, aber kein einziges Bild, keine Notes und keine Entwürfe. Was stattdessen drinsteckt: 61 von 73 Megabyte Mail-Tracking samt Standortdaten eurer Leser. Dazu die 10 Prozent, die Substack auch nach eurem Weggang weiter kassiert, und warum die eigene Domain darüber entscheidet, ob der Rest etwas wert ist.

Eine gefüllte Karte verzweigt nach unten zu drei umrandeten Karten

Nutzt Subdomains für jede Plattform

Eine Domain reicht für alles. Subdomains wie blog., shop. oder letters. kommen ohne Aufpreis mit, brauchen je einen CNAME-Eintrag und tragen Substack, Medium und euren Shop unter einem Namen. Was Substack dafür nimmt, warum die Hauptdomain die zickigere ist und wo der Datenschutz-Irrtum steckt.