Airmail: die Gmail-App für Mac

Lange Zeit war ich schlicht Nutzer des in OS X mitgelieferten Mail-Clienten. Während das für die meisten Zwecke und die schnelle Bewältigung der Masse an Mails Tag für Tag gereicht hat, habe ich komplett auf Gmail umgestellt und nutze dort nun Labels und die „Senden als“-Funktion. Labels werden in Apples Mail zwar größtenteils unterstützt, die zweite Funktion gestaltet sich allerdings schwieriger (kann aber auch gelöst werden).

Aufgrund dessen war ich auf der Suche nach einem alternativen Mail-Programm, das die perfekte Integration von Gmail ermöglicht. Einige sind direkt auf den Webclient von Google Mail umgestiegen, ich allerdings bevorzuge eine native App statt einer Weberfahrung.
Mailprogramme gibt es viele, allerdings nur wenige, die auch wirklich ein tolles Konzept, Design und die Integration von Gmail bieten. Doch schnell habe ich das richtige gefunden: Airmail.

Überblick

Nach dem Vorbild von Sparrow, einem durchaus beliebten Programm für Mac und iOS, das allerdings von Google aufgekauft wurde und seitdem nicht mehr weiterentwickelt wird, zeigt sich Airmail als eine leichtfüßige, moderne Mail-App im schicken schwarz-weiß Design. Da Airmail recht jung ist, gibt es online noch eine Public Beta, die kostenlos heruntergeladen und getestet werden kann. Wer völlig auf Airmail umsteigen will, der kann die App mit Mac App Store für kleine 1,79 € – ein sehr geringer Preis für dieses Angebot, wie ich finde – erstehen.

Airmail Features

Was bietet Airmail? Neben dem schicken Design und der simplen Benutzeroberfläche und Bedienung, hat Airmail die ideale (zumindest für mich) Integration von Gmail. Airmail unterstützt Labels, die farblich gekennzeichnet werden und wie Ordner funktionieren, allerdings direkt über Gmail verwaltet werden. Die „Senden als“-Funktion kann wie schon in Sparrow durch Alias-Mail-Adressen genutzt werden. Dazu gibt man in den Einstellungen von Airmail einfach alle seine alternativen Mail-Adressen als Alias ein und lässt alle Mails, die an diese alternativen Adressen geschickt werden, an seine gmail.com-Anschrift weiterleiten. So spart man sich die Einrichtung mehrerer IMAP, POP3 und SMTP-Konten und hat alles an einem Ort. Da Gmail mittlerweile (in Kombination mit Google Drive und Google+) 15 GB Online-Speicher bietet, ist genügend Platz für Mails vorhanden. Wer mehr braucht, kann schnell auf 100GB upgraden.

Neben Alias und Labels bietet Airmail alle Funktionen, die man von einem vernüftigen Email-Clienten erwartet: Signaturen lassen sich für alle Aliase einzeln vergeben und über oder unter dem Mailtext anzeigen, die Label- bzw. Ordnerstruktur lässt sich anpassen, IMAP und Push werden unterstützt, die Integration in die Mitteilungszentrale von OS X ist selbstverständlich, zusätzlich lässt sich ein Ton unter 14 Möglichkeiten auswählen und man kann entscheiden, ob Airmail als Dock-Icon, Menüleisten-Icon oder beides angezeigt werden soll. Die Tastenkürzel sind ähnlich wie in Apple Mail, es können aber auch die Kürzel der Gmail Web-App genutzt werden, wenn man das möchte.

Zusätzlich bietet Airmail für Anhänge die Integration von Dropbox seit Beginn, mit dem letzten Update auch für Google Drive und Dropl. Außerdem ist seit dem letzten Update nun auch eine deutsche Sprachversion der App vorhanden, dank der zahlreichen internationalen Entwickler, die die Public Beta von Airmail genutzt und unterstützt haben.

Das beste an Airmail ist aber, dass die Entwickler sehr aktiv sind und stetig Verbesserungen an dem jungen Programm und Service vornehmen und die Nutzer mit frischen Updates und neuen Funktionen versorgen.

Airmail Fazit:

Ich bin mit Airmail völlig zufrieden und hatte noch keinerlei Probleme oder Bugs, die das Programm abwerten könnten. Für mich bietet es die perfekte Alternative zu Apple Mail und die beste Integration von Gmail als native Mac-App. 1,79 € sind für dieses Programm ein wahres Schnäppchen und ich kann nur jedem empfehlen Airmail auszuprobieren.

Bild: Airmail

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