Veröffentlicht: 17. April 2022

Die 4 besten kostenlosen Newsletter-Plattformen 2022

handy und briefe

Warum du einen Newsletter brauchst?

Der wichtigste Grund: dein eigenes Publikum.

Nimm deine Leser von Plattform zu Plattform mit. Behalte dein Publikum.

Wohin kannst du sie mitnehmen?

Hier sind die 4 besten Newsletter-Plattformen 2022, zumindest die, die ich bisher ausgiebig getestet habe. Sie alle bieten kostenlose Accounts.

Substack

Keine Überraschung. Substack ist im Aufschwung. Die Macher hinter dem Dienst haben gerade eine mobile App veröffentlicht.

Substack ist großartig für Blogger. Ich mag Substack aus den folgenden Gründen:

Positiv

  1. Es ist kinderleicht. Anmelden, schreiben, veröffentlichen. Bumm. Der Editor ist tadellos, die Optionen sind spärlich, aber das Nötigste ist vorhanden.
  2. Das Design ist ansprechend. Ich mag ein gutes Design. Einfach und geradlinig mit dem gewissen etwas. Du kannst deine Substack-Website bis zu einem gewissen Grad anpassen. Achte beim Einrichten deiner Seite auf die Layout-Option "Magazine". Die sieht fantastisch aus.
  3. Substack hat den Doppelpack: einen Newsletter und einen Blog. Beiträge werden an E-Mail-Abonnenten gesendet und online auf deiner Subdomain von Substack veröffentlicht. Du kannst zudem deine eigene Domain verbinden. Das kostet allerdings 50€.
  4. Discover-Funktion. Dein Substack-Newsletter kann über Discover-Funktion und die Twitter-Integration entdeckt werden. Das ist mehr als bei den meisten anderen Newsletter-Plattformen.


Negativ

  1. Substack ist sehr einfach gehalten. Du willst detailliertere Statistiken? Nein, nicht bei Substack. Du möchtest bestimmte Leser ansprechen? Noch nicht möglich.
  2. Manchmal bleiben die E-Mails im Spam-Ordner der Abonnenten hängen. Das ist ärgerlich. Aber es passiert bei vielen Plattformen.
  3. Die integrierbaren Anmeldeformulare für Webseiten sind weniger praktisch. Wenn du ein Formular für deine Website verwenden willst, muss es ein wenig überarbeitet werden.
  4. Die Gebühren für bezahlte Newsletter, die bei 10 % liegen, könnten niedriger sein. Nicht die besten in der Branche. Andererseits ist es auch nicht allzu schlecht.

Revue

Revue hat sich zu einer wahren Substack-Alternative entwickelt. Der Dienst wird jetzt von Twitter betrieben und das zeigt sich. Revue ist in letzter Zeit exponentiell gewachsen. Es ist ein großartiger Service. Ich bin vor einiger Zeit von Substack zu Revue gewechselt.

Positiv

  1. Die Twitter-Integration. Das ist der Knackpunkt. Deshalb habe ich gewechselt. Revue bietet eine direkte Integration in deine Twitter-Profilseite. Das ist großartig.
  2. Gebühren. Revue nimmt 5% der Einnahmen von bezahlten Newslettern. Das ist die Hälfte des Anteils von Substack. Ein starkes Argument für Leute, die eine große Zahl von bezahlten Nutzern haben. Nehmen wir an, du hast 1000 bezahlte Abonnenten für je 5€ pro Monat. Das ist ein Unterschied von 250€ an Gebühren zwischen Revue und Substack.
  3. Integrationen. Revue bietet zahlreiche Integrationen. Die integrierbaren Website-Formfelder sind leicht nutz- und anpassbar. Du kannst deine eigene Webdomain kostenlos einbinden.

Negativ

  1. Der Editor hinkt hinterher. Hier hat Substack die Nase vorn. Der Editor von Revue wirkt umständlich. Er ist weniger flexibel und das Design lässt zu wünschen übrig. Das Gleiche gilt für die E-Mail- und Web-Ansicht der Ausgaben. Ich hoffe, dass Revue diese Bereiche verbessern kann.
  2. Die Online-Ansicht sieht langweilig aus. Wie bei Substack hat man auch bei Revue eine eigene Webseite (oder einen Blog). Im Gegensatz zu Substack fehlt es dem Design von Revue jedoch ein wenig an Coolness. Es ist nicht schlecht, aber nicht so ausgefeilt aus wie das von Substack, insbesondere dessen Magazinansicht.
  3. Spam. Ja, die Mails von Revue landen auch oft im Spam-Ordner. Bedauerlich.


Gumroad

Wusstest du, dass Gumroad eine Newsletter-Plattform ist?

Generell ist Gumroad ein Online-Shop-System, aber es ist auch ein perfekter E-Mail-Listenersteller. Wenn du Produkte auf Gumroad verkaufst, macht es durchaus Sinn, deinen Newsletter dort zu integrieren.

Positiv

  1. Gumroad hat ein einzigartiges und modernes Design. Mir gefällt es sehr.
  2. Kostenlos. Unabhängig davon, wie viele Abonnenten oder Kunden du hast, Gumroad ist kostenlos. Es werden jedoch Gebühren für Verkäufe und Mitgliedschaften erhoben. Die Gebühren variieren je nach Anzahl der Kunden zwischen 9 % und 2,9 %.
  3. Kunden und Abonnenten. Der wichtigste Aspekt von Gumroad ist die Kundenliste. Wenn du Produkte verkaufst oder verschenkst, baust du bereits eine Kundenliste auf. Diese ist eine wertvolle Ressource. Eine, die du mit einer separaten Abonnentenliste, den Followern auf Gumroad, kombinieren kannst.
  4. Targeting. Darüber hinaus kannst du Follower und Kunden gezielt ansprechen, zum Beispiel gefiltert nach einzelnen Produkten oder Produktgruppen, Verkaufszeitpunkt und mehr. Das ist weitaus mehr, als du bei Substack oder Revue möglich ist.
  5. Der Gumroad-Editor für Beiträge ist unkompliziert, benutzerfreundlich und funktional.
  6. Du kannst eine eigene Domain kostenlos hinzufügen.

Negativ

Um ehrlich zu sein, hier gibt es nicht viel zu sagen. Gumroad bietet eine Menge umsonst. Du kannst deinen Shop und die Folgeformulare problemlos in Websites integrieren. Eine Sache, die einen Strich durch die Rechnung machen könnte, ist der Mangel an Anpassungsmöglichkeiten.

Abgesehen von einigen Farboptionen und Filterfunktionen kann man nicht viel am Design von Blog und Newsletter ändern.

Das war's dann auch schon an Negativem für mich. Natürlich bietet Gumroad (genau wie Revue oder Substack) nicht die Marketing- und Targeting-Einsichten und Möglichkeiten, die andere Alternativen bieten. Wie zum Beispiel die nächste.



ConvertKit

Jetzt bewegen wir uns von Newsletter-Plattformen, die sich auf Autoren konzentrieren, zu solchen, die sich mehr auf Marketing spezialisiert haben. ConvertKit ist ein solcher Dienst.

Du kannst natürlich Newsletter schreiben. Es gibt zudem eine URL Ansicht dieser Newsletter-Ausgaben. Aber ConvertKit ist nicht als Blog konzipiert wie Substack oder Revue. Stattdessen fungiert ConvertKit als Sales Funnel und Marketingmaschine.

Du kannst nahezu jede Benutzergruppe unter deinen Abonnenten mit spezifischen Details ansprechen. Das hat großen Wert. Allerdings wird die Lernkurve dadurch steiler. ConvertKit ist bei Weitem nicht so einfach zu verstehen wie Substack, ganz im Gegenteil.

Positiv

  1. Targeting. Ich habe es bereits angesprochen. Mit ConvertKit kannst du alles und jeden gezielt ansprechen.
  2. Vermarkten. Wenn du etwas vermarkten möchten, hat ConvertKit eine passende Lösung.
  3. Einkaufen. Du kannst mit ConvertKit einen Online-Shop einrichten.
  4. Automatisierungen? Wiederkehrende Aufgaben automatisieren? Kein Problem mit ConvertKit.

Negativ

  1. ConvertKit muss gelernt werden.
  2. Das Backend bietet Unmengen an Funktionen. Das überfordert schnell.
  3. Der Service ist kostenlos, aber nur bis zu einem gewissen Grad. Mit vielen Followern wirds teuer.
  4. Das Schreiben ist nicht das Hauptaugenmerk. Der Editor ist gut gestaltet, aber nicht so auf den Autor ausgerichtet, wie ich es mir wünschen würde.


Fazit

Zuallererst: Erstell einen Newsletter!

Egal auf welcher Plattform, mach es einfach.

Es wird sich später als nützlich erweisen. Denk an mein Intro: Du willst dein Publikum mitnehmen. Eine E-Mail-Liste ist der beste Weg, um das zu erreichen.

Zweitens: Wenn du den richtigen Dienst suchst, halte dir vor Augen, was du brauchst. Legst du Wert auf:

und mehr. Die Antworten auf diese Fragen entscheiden über die passende Plattform.

Meine Meinung:

Wähl das aus, was du brauchst, um zu tun, was du tust!

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